Viele Geschäftsführer und Controller wollen ihre DATEV-Zahlen dort weiterverarbeiten, wo sie ohnehin arbeiten: in Excel, Power BI oder Google Sheets. Eine direkte Verbindung von DATEV zu diesen Werkzeugen gibt es für das Controlling im Mittelstand in der Regel nicht. Dieser Beitrag zeigt die üblichen Wege und wie Sie mit fynsight GuV, Kontowerte, Buchungen und Kennzahlen ohne Programmierung in Ihre Tabellen holen.
Die üblichen Wege und ihre Grenzen
Export von Hand. Summen- und Saldenliste, BWA oder Kostennachweis werden aus DATEV als Excel- oder CSV-Datei exportiert und in eine Arbeitsmappe kopiert. Danach ordnet jemand die Konten den eigenen GuV-Positionen zu und baut Pivot-Tabellen für den Periodenvergleich. Das funktioniert, kostet aber jeden Monat Zeit, und jede Kopie ist beim nächsten Buchungsstand veraltet.
Eigene Schnittstelle. DATEV bietet Softwareherstellern Schnittstellen über den DATEV-Marktplatz an. Für ein Excel-Modell im Controlling ist eine eigene Anbindung meist zu aufwendig: Sie braucht Entwicklung, Wartung und eine Zuordnung der Konten, die jemand pflegt.
Eine Datenbasis dazwischen. Die DATEV-Auswertungen werden einmal in eine zentrale Datenbasis geladen, dort den GuV-Positionen zugeordnet und von dort an Excel, Power BI und Google Sheets ausgeliefert. Diesen Weg geht fynsight.
So verbinden Sie DATEV mit Excel, Power BI und Google Sheets
- DATEV-Auswertungen hochladen. Sie laden Summen- und Saldenliste und, wenn vorhanden, den Kostennachweis als Excel- oder CSV-Datei in fynsight hoch. Die Konten werden über den Kontenrahmen (SKR03 oder SKR04) Ihren GuV-Positionen zugeordnet; unklare Konten legt fynsight Ihnen als Rückfrage vor, statt zu raten.
- API-Schlüssel erstellen. Im Profil unter API-Zugang vergeben Sie einen Namen, zum Beispiel „Excel-Controlling“, und erstellen den Schlüssel. Das Secret wird nur einmal angezeigt.
- Fertige Abfrage herunterladen. Im selben Dialog laden Sie die passende Datei herunter: eine Verbindungsdatei für Excel (.odc), eine Power-Query-Abfrage für Power BI (.pq) oder ein Skript für Google Sheets (.gs). Es gibt sie für GuV, Kennzahlen, Buchungen und Kontowerte.
- Öffnen und aktualisieren. In Excel öffnen Sie die Verbindungsdatei per Doppelklick. In Power BI fügen Sie die Abfrage unter Daten abrufen, Leere Abfrage, Erweiterter Editor ein. In Google Sheets ersetzen Sie unter Erweiterungen, Apps Script den Inhalt von Code.gs, speichern und laden die Tabelle neu. Danach steht dort das Menü „Fynsight“, jede Datenart landet in einem eigenen Blatt.
Die Einrichtung dauert wenige Minuten. Sobald ein neuer Monat in fynsight hochgeladen ist, genügt ein Klick auf Aktualisieren.
Welche Daten in Ihren Tabellen ankommen
| Datenart | Inhalt |
|---|---|
| GuV | Ihre GuV-Positionen je Monat, dazu die Zwischensummen Umsatz, Rohertrag, EBITDA, EBIT, EBT und Periodenergebnis, in der Reihenfolge Ihrer Gliederung |
| Kontowerte | Eine Zeile je Konto und Unterkonto, Monat und Kostenstelle, mit Kontobezeichnung und GuV-Position |
| Buchungen | Einzelbuchungen mit Buchungsdatum, Konto, Gegenkonto, Kostenstelle, Betrag und Buchungstext |
| Kennzahlen | Ihre KPIs je Monat mit Name, Beschreibung und Wert |
Jede Zeile trägt ihren Monat. Damit filtern Sie in Excel, Power BI oder Google Sheets nach Monaten, Quartalen oder Jahren, wie Sie es gewohnt sind. In der GuV und den Kontowerten sind Erträge positiv und Aufwendungen negativ; die Summe eines Monats ergibt das Periodenergebnis. Wurde ein Kostennachweis importiert, tragen Konten zusätzlich ihre BAB-Zeilennummer aus DATEV. So lassen sich die Werte direkt der BAB-Struktur zuordnen, die Sie aus DATEV kennen.
Ein Datenstand für alle Werkzeuge
Excel, Power BI und Google Sheets lesen denselben Stand aus fynsight. Ändern Sie dort eine Kontozuordnung oder laden einen neuen Monat hoch, zeigt jede Tabelle nach dem nächsten Aktualisieren dieselben Zahlen. Dieselbe Datenbasis nutzen auch KI-Assistenten über den MCP-Server für DATEV, falls Sie Ihre Zahlen zusätzlich in Claude, Microsoft Copilot oder ChatGPT abfragen möchten.
Zum Aktualisieren: In Excel holt Daten, Alle aktualisieren den neuen Stand; in den Eigenschaften der Verbindung können Sie das beim Öffnen der Datei oder in einem festen Intervall automatisch tun lassen. In Power BI aktualisieren Sie wie bei jeder anderen Datenquelle. In Google Sheets wählen Sie im Menü „Fynsight“ eine Datenart oder alle; ein automatisches Aktualisieren gibt es dort nicht.
Sicherheit und Freigaben
- Die heruntergeladenen Dateien enthalten das API-Secret im Klartext. Behandeln Sie sie wie ein Passwort. Im Google-Sheets-Skript ist es für jeden mit Bearbeitungsrechten an der Tabelle sichtbar.
- Mit einem eingeschränkten API-Schlüssel geben Sie nur ausgewählte Kostenstellen oder Konten frei, etwa für eine Abteilung oder den Steuerberater. Alle Summen sind dann Teilsummen dieses Ausschnitts.
- Jeder Abruf wird im API-Protokoll von fynsight festgehalten. Erzeugen Sie das Secret neu, funktionieren alle bisherigen Dateien nicht mehr.
Für wen sich das lohnt
Die Anbindung lohnt sich, wenn Sie ein eigenes Excel-Modell, ein Power-BI-Dashboard oder eine gemeinsame Google-Sheets-Tabelle jeden Monat mit DATEV-Zahlen füttern. Sie ist Teil des Tarifs Team; im Tarif Pro exportieren Sie Auswertungen als Excel- oder CSV-Datei. Alle Schnittstellen im Überblick finden Sie unter Integrationen, die Tarife unter Preise. Die technische Beschreibung aller Felder steht in der API-Dokumentation.
Häufige Fragen
Brauche ich Programmierkenntnisse, um DATEV-Daten in Excel zu bekommen?
Nein. fynsight erzeugt die Abfragen für Excel, Power BI und Google Sheets fertig. Sie laden eine Datei herunter, öffnen sie und klicken auf Aktualisieren.
Aktualisieren sich die Daten in Excel und Google Sheets automatisch?
Die Zahlen kommen bei jedem Aktualisieren frisch aus fynsight. In Excel lässt sich das Aktualisieren beim Öffnen der Datei oder in einem festen Intervall einstellen. In Google Sheets aktualisieren Sie über das Menü „Fynsight“; ein automatisches Aktualisieren gibt es dort nicht.
Welchen Tarif brauche ich für die Anbindung an Excel, Power BI und Google Sheets?
Die Anbindung läuft über die REST-API, die im Tarif Team enthalten ist. Im Tarif Pro können Sie Auswertungen als Excel- oder CSV-Datei exportieren, ohne laufende Verbindung.
Funktioniert die Excel-Verbindungsdatei auch auf dem Mac?
Die Verbindungsdatei (.odc) öffnet sich nur in Excel für Windows. Für Power BI und Google Sheets gibt es eigene Abfragen.
Kann ich Kollegen oder dem Steuerberater nur einen Teil der Zahlen geben?
Ja. Mit einem eingeschränkten API-Schlüssel geben Sie nur ausgewählte Kostenstellen oder Konten frei. Alle Summen sind dann Teilsummen dieses Ausschnitts.